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Jun.-VS-Cupfinal

Heinen Rafael 23.04.2018

Einen Dreisätzer, hätte man erwarten können...

Ist eine Mannschaft im Cupfinal, hat sie normalerweise über mehrere Runden im Vorhinein überzeugt. Anders ist dies im Walliser Cup der Junioren. Nur zwei Teams hatten sich für den Cup angemeldet. Die Junioren des VBC HOW und der Gastgeber aus Martinach. Im letzten Jahr hiess die Final-Affiche ebenfalls Martinach-HOW. Damals mit einer 0:3-Kanterniederlage für die Oberwalliser.

Niemand wusste genau, was die Mannschaft erwartet. Mit elf Spielern und Timo Grotwinkel sowie Renja Kaufmann als Trainer-Duo reiste HOW ins Unterwallis. Die Oberwalliser waren bei der Ankunft dann die einzigen, welche schon vor der Halle waren. Die Organisatoren kamen kurz vor 8 Uhr. Typisch Welsch halt.

In einer untypischen Volleyballzeit, nämlich um 9 Uhr ging es los. Die ersten Punkte gehörten den Hausherren. 1:6 war HOW in Rückstand. 22:24 lagen die Oberwalliser immernoch zurück zum Ende des ersten Satzes. Die Partie entwickelte sich in dieser Phase zu einem offenen Schlagabtausch. Nach 28 Minuten gelang es HOW den Rückstand zu drehen und gewann den Durchgang mit 26:24.

Das Erwachen kam dann aber im zweiten Satz. 13:5 führten die Unterwalliser. Schlussendlich liessen sie auch nichts mehr anbrennen und glichen schliesslich zum 1:1 in Sätzen aus (25:21). Martinach zeigte sich von einer völlig anderen Seite. Spielte trickreich, schnell und punktete vor allem über die Aussen. Gleichzeitig gelang HOW wenig bis gar nichts.  Dies war auch im dritten Satz so. Während das Heimteam punktete, brachten die Oberwalliser kein Bein vors Andere. Nach 20 Minuten ging der dritte Satz mit 25 zu 18 Punkten an die Unterwalliser.

Die Luft ist raus bei HOW - hätte man nun denken können. Jegliche Vorteile bei dem Heimteam - hätte man denken können. Und das es schlussendlich eine ähnliche Kanterniederlage gibt wie im letzten Jahr - hätte man denken können. Erstens aber kam es anders und zweitens als man hätte denken können. Die Oberwalliser wussten noch einmal ein Briket nachzulegen. Klar half Martinach mit Fehlern, trotzdem war die Leistung von HOW im zweitletzten Durchgang schlicht stark. Die Abnahmen waren gut, während die Angreifer die Pässe verwerteten und die Unterwalliser oftmals an der guten Blockarbeit scheiterten. Beim Stand von 15:5 zu Gunsten von HOW war ea also schon fast entschieden - hätte man denken können. Obwohl dass Martinach zuletzt noch ein paar Punkte verbuchen konnte, gewann HOW mit 25:17 und erzwang das Tie-Break. Es sollte der erste Fünfsätzer von anschliessend drei folgenden des Cup-Tages werden. Der erste spannende Fünfsätzer. Martinach spielte in diesem aber cleverer und besser. Mit einem geschickten Sichtblock punkteten die Unterwalliser nach dem Seitenwechsel sieben Mal in Folge. Reagieren konnten die Oberwalliser daraufhin nicht mehr. Martinach sicherte sich den Cuptitel zum zweiten Mal nacheinander gegen HOW.

Nächstes Jahr könnte es allerdings dann mal anders aussehen. On verra bien!